Das Clara-Schumann-Gymnasium begeht am 27. Januar 2026 seinen zweiten „Tag der Menschlichkeit“. Unter dem Motto „CSG – Courage stärkt Gemeinschaft“ haucht das Gymnasium seinem Schulsiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ jedes Jahr aufs Neue Leben ein und behandelt an diesem besonderen Projekttag Themen wie Zivilcourage, Demokratie und Toleranz. Die Anregung, sich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen kam aus den Reihen der Schüler selbst. Um diese wichtigen Themen im Hinblick auf die individuelle Lebenssituation der Schüler zu thematisieren, bleibt im Schulalltag leider oftmals zu wenig Zeit. Umso wichtiger ist es dem Clara-Schumann-Gymnasium sich einen ganzen Tag Zeit zu nehmen, um die Themen für die gesamte Schulgemeinschaft in workshops mit externen Experten und Referenten erfahrbar zu machen, auch außerhalb des schulischen Kontextes.
Demokratiebildung ist das große Stichwort, dass sich auch das CSG auf die Fahne geschrieben hat. In diesem Jahr findet für die Oberstufenschüler eine Vortragsreihe zum Thema „Diktaturen damals und heute“ statt. Hierzu werden Vorträge von Zeitzeugen aus drei unterschiedlichen Diktaturen zu hören sein. Den Beginn macht Felix Rottberger, der seine Erfahrungen in der nationalsozialistischen Diktatur schildert. Ihm schließt sich Mario Röllig an, der von seiner Jugend in der DDR unter der SED-Diktatur berichtet. Abschließend wird der Bericht eines Flüchtlings aus Syrien in eine moderierte Podiumsdiskussion überleiten, die die Aktualität von Diktaturen sichtbar macht. Es soll herausgestellt werden, wie Diktaturen funktioniert haben und heute immer noch funktionieren. Das Thema rund um diktatorische Verhältnisse – gerade in der aktuellen Weltlage – ist brandaktuell. Zu dieser Vortragsreihe und die anschließende Podiumsdiskussion lädt das Clara-Schumann-Gymnasium die Lahrer Öffentlichkeit ein. Der Projekttag soll den schulischen Rahmen erweitern und somit auch interessierte Mitbürger einschließen.